Andere Fliegen nach Malle, wir radeln ins Radtrainingslager!
Nach einer längeren Corona-Pause konnten wir Triathleten endlich wieder ein Radtrainingslager abhalten.
Das beschauliche Weserbergland hat es durchaus in sich: Abseits des Wesertals geht es viel bergauf und bergab – teilweise mit Steigungen von bis zu 20 Prozent und atemberaubenden Abfahrten. Ein ideales Terrain, um sich für die kommende Wettkampfsaison in Form zu bringen. Insgesamt 14 Triathletinnen und Triathleten nahmen am diesjährigen Radtrainingslager teil. Wie gewohnt fand dieses über das Himmelfahrtswochenende statt.
Unser langjähriger Gastgeber in Oberweser, nahe am Fluss, hatte allerdings keine Zimmer mehr frei, sodass wir auf ein Hotel in Schönhagen bei Uslar ausweichen mussten. Das Haus ist, nun ja sagen wir, historisch und originell. Das trifft sowohl auf den Zustand, als auch auf die Einrichtung zu. Das kulinarische Angebot entsprach nicht unbedingt unseren Erwartungen, sodass wir uns nach dem ersten Abendessen entschieden, künftig auswärts zu essen.
Aber die meiste Zeit waren wir ohnehin auf unseren Rädern unterwegs. Morgens um 10 Uhr wurde gestartet, einige von uns waren erst gegen 18 Uhr zurück. Dazwischen lagen Etappen mit Längen zwischen 80 und 150 Kilometern. In der Spitze wurden fast 2.000 Höhenmeter bewältigt. An allen fünf Tagen kamen manche auf insgesamt rund 600 Kilometer und 5.000 Höhenmeter.
Hin- und Rückfahrt von beziehungsweise nach Hannover legten wir alle gemeinsam zurück. Eine der drei Etappen fuhren wir ebenfalls als gesamte Gruppe. An zwei Tagen teilten wir uns auf. Einige Touren führten auf gewohnten Strecken zu bekannten Orten, andere erschlossen für uns Neuland. Ein landschaftliches Highlight war sicherlich die Fahrt entlang der Diemel auf einer ehemaligen Bahnstrecke, die zum malerischen Ort Warburg führte.
Organisiert wurde das Radtrainingslager von Thorsten Glunde, dessen Firma auch einen Teil der Kosten sponserte. Herzlichen Dank noch einmal dafür! Neben alten Hasen, die schon vor der Corona-Pause an unseren Radtrainingslagern teilgenommen hatten, waren dieses Jahr einige „Rookies“ dabei. Sie toppten ihre bisherigen Rekorde an Streckenlängen und Höhenmetern. Glückwunsch!
Von Pannen und Stürzen blieben wir komplett verschont, lediglich ein paar Reifenlöcher mussten geflickt werden. Unterwegs stärkten wir uns mit Kalorien in Form von Nudeln, Kuchen und Eis. Vor allem an den sonnigen Tagen tankten wir literweise Flüssigkeit nach – bevorzugt alkoholfreies Hefeweizen. Zwischendurch wurde auch mal ein Kümmerling gekippt, der uns von einem Fährmann angeboten wurde.
Das Radtrainingslager war nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus menschlicher Sicht ein Erfolg: Wir hatten viel Spaß und angeregte Unterhaltungen. Allzu spät wurde es abends allerdings nicht. Die meisten von uns fielen erschöpft ins Bett. Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh aufstehen. Schließlich hatten ja was vor...